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Samstag, 26. Oktober 2019

Mongolei 1

Wild Wild Mongolia



Ich bin hiiiiieeeer!!!
Im finalen Land meiner Motorradtour angekommen.

Jetzt wurde es ernst- mein letzter Grenzübertritt mit diesem genialen Bike. 
Wiedermal habe ich richtige Schauergeschichten gelesen und gehört von dieser kleinen Grenze.
Wartezeiten bis zu 11 Stunden!!
 Aber irgendwie ziehe ich echt alles Gute an- wie denn auch anders!😜

Warten vor dem Russischen Grenzübertritt
Die Russen ließen uns (einige Autos und mich) wieder einmal vor der Grenze 45min in eisest Kälte warten. 
Die Ausreise ging super gut, man geht von Schalter zu Schalter. Der erste Schalter ist der "Customs" also zum Zoll- hier gab ich meinen Import Zettel ab, welchen ich bei der Einreise nach Kyrgistan bekommen habe. 
(man muss einmal Importpapiere ausfüllen, wenn man die "Handelsgemeinschaft" Russland, Kasachstan, Kyrgistan,.. betritt)
Der zweite Schalter ist der "Passport check"
hier bekommst du wieder einen Stempel in den Pass und wirst aus deren Registrierungssystem ausgetragen mit deinem Fahrzeug.
Zuletzt musste ich noch mein ganzes Gepäck (zwei Alukoffer, Packtasche und meinen Rucksack) durch einen Röntgenapparat schleusen. 
Alles OK, nichts gefunden, weiter gings...

Alle Locals halfen mir wieder beim Übersetzen, falls es Unklarheiten gab😊 und etwas scherzen geht immer, sogar bei den Russischen Soldaten.
Ich muss auch sagen, dass man mit dem Motorrad auch etwas Besonderes ist. 
Jeder ist gleich interessiert, neugierig und will wissen woher du kommst,... vielleicht läuft deshalb immer alles so glatt.

Nicht nur einmal ist mir passiert, dass Leute glaubten ich komme aus Amerika --> nein das A auf dem Nummernschild bedeutet A wie Austria 😂

Tja und nach 25km durch das Niemandsland und das Ende von Asphalt erreichte ich den Mongolischen Grenzübertritt.

So jetzt war ich richtig gespannt, was die Mongolen so sagen über meine Einreise und den Zoll für das Motorrad.

Wochen zuvor hatte ich im Internet gelesen, dass wenn du mit dem Motorrad in die Mongolei einreist, aber damit nicht mehr ausreist, du die Zollgebühr bezahlen musst und diese ev. nicht mehr zurück bekommst. 
K.a. wie hoch der Zoll ist, aber ich will diesen definitiv nicht zahlen!
 Somit gab ich einfach an, dass ich wieder mit dem Bike nach Russland ausreise, an der Grenze zu Altanbulag/Khigagt.

In Wirklichkeit ist geplant, dass ich das Bike per LKW zurück schicke, sobald ich Ulaanbaatar erreicht habe.

Tja dann gings los.. 
wieder von Schalter zu Schalter, ich wurde immer aufgeregter, so kurz vor dem Zielland, jede Rückfrage und meine falschen Aussagen machten mich nervöser. 
Bis ich endlich die erlösenden Stempelgeräusche in meinem Pass hörte.
Alles wurde genehmigt, Pass gestempelt und die Importpapiere ausgestellt.
Importpapiere der Mongolei


Das Bike/ das Gepäck checkte irgendwie niemand, ev. vertrauen sie einfach der russischen Genauigkeit. Gg*

Geschafft, ich bin in der MONGOLEI


Also rauf aufs Bike und völlig gehyped weiter, bis ich nach 500m wieder aufgehalten wurde...

Stop, Versicherung!



 Hier "musste" ich eine Mongolische KFZ Versicherung abschließen für €15. Ich weiß einfach nicht ob das wirklich gefordert ist, oder man darauf Sch%§ß!n kann. 
Naja ich blieb stehen und es war mir völlig egal, ich bin HIEEER.
Außerdem wurde ich meine restlichen Russischen Rubel los!

Mongolische KFZ Versicherung

Nach dem Erhalt der Versicherung (übrigens hat mich nie mehr jemand danach gefragt) bin ich also endgültig in der Mongolei angekommen.

Gleich nach der Grenze Schotterpiste

Wow, hier gibt es auch Alphalt

und wieder kein Asphalt

Ich genoss in vollen Zügen die Weiterfahrt zum nächst größeren Ort: Ölgii- wo das golden Eagle Festival statt finden wird.

Das war ein unbeschreibliches Gefühl, jetzt kann nichts mehr schief gehen, 
-kein Grenzübergang mehr  
-und sollte (was es sowieso nicht tut!) etwas mit dem Bike sein, schmeiße ich es auf einen LKW und lasse es nach Ulaanbaatar fahren, von wo es dann nach Hause geschickt wird.

Ölgii

Angekommen im Ort Ölgii, strandete ich nach längerer Unterkunftsuche im Travelers Hostel.
(sehr viel ausgebucht, wegen des Festivals)




Travelers Guesthouse mit vielen Ger's

Schlafen in einem Ger (Yurte)- das erste mal in meinem Leben


Und schon wieder ein Highlight- ich konnte mich nicht mehr beruhigen- diese Unterkunft hatte noch für eine Nacht Platz in einem Ger (Yurte) und für die weiteren 3 Nächte konnte ich bei der Familie des Bruders der Besitzerin schlafen. 
Das richtige Leben der Mongolen kennen zu lernen- darauf hatte ich auch schon Bock.


Außerdem waren hier endlich wieder mal Reisende, endlich wieder mal unter Gleichgesinnten.

Das tat wieder mal richtig gut, nach so vielen Tagen mehr oder weniger Alleine. 
Das letzte mal war in Almaty- Kasachstan, dass ich unter vielen Travelern war.

Noch nicht mal richtig angekommen gab es mal Vodka und Bier. Soo viele spannende Storys wieder, wie z.B. 
Felix aus Deutschland. 
Halte dich fest, der kam den ganzen Weg aus dem Ruhrpott mit seinem originalen VW Polo 9N Benziner hier her. Und es geht noch weiter nach Australien, u.s.w..
Auf die Frage warum er denn bitte mit so einem Auto diesen "steinigen" Weg fährt: Er hatte nur dieses Auto, das Auto von seiner Oma😂

Felix und seine Karre 🙈
Tja da Frage ich mich schon, ob man wirklich einen brutal umgebauten Abenteurer LKW/Jeep braucht für so eine Reise!
Aber ja, man hat schon auch deutliche Vorteile mit solchen richtigen Abenteuer Monstern, sei es Komfort oder, dass man in jedes beliebiges Gelände fahren kann,... 

Es zeigte mir auf alle Fälle wieder, dass Alles möglich ist- einfach machen und die Ausreden bei Seite schieben.
Danke Felix



Lets make Party, what else!!


Gemeinschaftsraum im Travelers Hostel


Juhuii,endlich eine Bar mit Musik gefunden unter der Woche. Multikulti- die Leute kamen wieder mal von überall her. Ungarn, Kanada, Argentinien, Chile, Holland, Estland..

Chinggis Vodka- ja ich bin echt in der Mongolei



Bei der falschen Familie gelandet!!

 Mann, das ist die beste Story auf diesem Trip so far!🙈
Ich musste ja aus dem ausgebuchten Traveler Hostel, also ab zur Familie des Bruders der Besitzerin. 
Die Besitzerin zeigte mir auf Google Maps ungefähr wo ich das 1km entfernte Haus finden würde. Es hat ein oranges Tor und die Mutter der Kinder würde mir zuwinken. 
 
Sicher finde ich da hin.


Also gut das finde ich, somit bin ich voller Zuversicht losgestartet.. ...
Etwas komisch... finden kann ich es nicht..hm da ist ein rotes Tor... das sieht nicht so schlecht aus... da bleibe ich mal stehen.
Höha da ist auch eine Frau hinter der Mauer welche mich anschaut..
Ich deute ihr mit den Händen zu- schlafen?
danach öffnet sich das Tor.

Geöffnetes Tor und das Bike vor der Haustüre.


Ok, da bin ich richtig... sie kein Englisch und ich kein Mongolisch..
Rein in das Haus, die ganzen Kinder gleich her, viele Leute um den Esstisch- hello, hello, Sembeno..
 
Ich bekam eine Couch im Wohnzimmer- so wie die Hostel Besitzerin gesagt hat.

Ich kam genau zum Mittagessen, also gleich an den Tisch gebeten und Essen ohne Verständigung- nur Hände und Füße..

Mhhh.... das ist aber lecker, ok nicht alles! Schaf, Pferd und Kartoffeln

Für mich war das Essen exotisch, für die Mongolen war ich exotisch.
Sowas habe ich noch nie gegessen, ganzer Ziegenkopf gekocht mit Innereien, der Darm scheint eine Delikatesse zu sein, weil sich jeder so darum reißt, auch das Pferdefleich war nicht so schlecht. Bei manchen Sachen musste ich verneinen- das kann ich einfach nicht essen!
Nach dem Essen, das Gepäck in das Wohnzimmer und mal meinen Kater ausschlafen...

Oh ein weißer Mann, wie siehst denn du aus?

Nach zwei Stunden Schlaf machte ich mal einen Spaziergang und ging nochmal zum Travelers Hostel, wo mir die Besitzerin schon besorgt entgegen kam. Wo bist du denn? Du bist verloren gegangen! Du bist nie bei der Familie angekommen...😵😲



Ja ich war bei der falschen Familie....🙈 


..das zeigt für mich das wahre Gesicht der Mongolei- nicht leicht, dass du so etwas wo anders erlebst.
Ohne Verständigung, nicht wissend wie lange ich bleibe, geschweige denn wer ich überhaupt bin,... bekam ich alles von dieser Familie.

Im Haus war kein fließend Wasser, die Toilette (Plumpsklo) ist standardmäßig draußen. Und zum Waschen gehts in den Ort zum öffentlichen Badehaus.
  Kurz darauf fuhr ich mit der Hostel Besitzerin zurück zu der Familie, damit sie mich übersetzt und das Missverständnis aus der Welt schafft. Ich packte meine Sachen und fuhr zur richtigen Familie, wo auch schon Joseph aus Canada eingezogen war.

Das Haus der richtigen Familie, wieder kein Wasser aus der Leitung, WC draußen, zum Waschen bin ich immer zurück ins Traveler Hostel...
Hier bei dieser Familie schlief ich 2 Nächte, ebenso Joseph aus Canada- er hatte auch keinen Platz mehr im Traveler Hostel.

Ich wurde sofort aufgenommen, essen, spielen,...

Hier kannst du schlafen..
Ein Traum, schön warm, Privatsphäre hat man hier nicht- die Kinder sind um ca. 22:00 ins Bett. Davor kann man nicht schlafen, falls man mal fertig ist nach einem langen Tag.
Meinen Namen hatten sie sich gut gemerkt- nicht Tom, sondern Jerry 😅
 
Joseph aus Canada, Joseph ist Forest Fire Fighter- er hatte mir viele Tipps übers Überleben draußen in der Wildnis gegeben, speziell was tun bei dieser Kälte Nachts. Danke dafür Joseph- wir sehen uns auf ein Adventure in Canada.

Rausch?


Und jetzt gehts ab zum golden Eagle Festival...., sei gespannt 😉







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